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St. Petri und Pauli Kirche

zu Bergedorf


Anschrift Bergedorfer Schlossstraße 2, 21029 Hamburg
Öffnungszeiten Mo.-Sa. 10 - 16 Uhr
Eintrittspreise --
Führungen auf Anfrage
Telefon 040 / 7 21 44 60 (Kirchenbüro, Mo. 9-13, Di. 11-13, Do. 15-19, Fr. 9-13)
E-Mail Nur über die Internetseite (siehe unten)
Buslinien --
Fussweg Ca. 10 Min. vom Bergedorfer Bahnhof
Parken Nur wenige Parkplätze mit Parkschein/Parkscheibe.
Gehbehinderte? Im unteren Bereich zugänglich.
Toiletten --
Wickeltisch --
Gastronomie --
Links http://stpetriundpauli-bergedorf.de/

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Beschreibung / Fotos     (Quellen Text: "Kirchen in Stadt & Land" v. G.Hoffmann & K.Lindemann / Fotos: Mike Weil)

St. Petri und Pauli Die Kirche St. Petri und Pauli zu Bergedorf wurde in den Jahren 1501-1502 neu erbaut und ersetzte eine ältere Kirche "St. Peter", deren Aussehen nicht mehr bekannt ist.
Bekannt ist jedoch, dass der Hochaltar aus der alten Kirche zunächst übernommen wurde und dessen Tafeln vom Hamburger Malermeister Johann Witte restauriert wurden.

Der Kirchbau wurde am 15. Juni beendet und die neue Kirche am 29. Juni (Peter & Paul) vom Ratzeburger Bischof geweiht.

Deutlich später als in Hamburg und Lübeck – Bergedorf stand ja unter der gemeinsamen Verwaltung der beiden Hansestädte – setzte sich ab 1542 auch hier langsam die Predigt des lutherischen Evangelismus durch.
Andreas Falkenberg, dessen Bild noch heute neben der Kanzel hängt, war wohl ab 1549 der erste evangelisch-lutherische Pastor von St. Petri & Pauli.

1589-91 wurde die Kirche nach Westen verlängert. Der Glockenturm stand damals noch frei neben der Kirche.
1609 wurde dieser abgerissen, der neue Turm wurde auf den um zwei Meter verlängerten Westbau gesetzt.
1660-1670 entstand der querschiffartige südliche Anbau mit dem Haupteingang.
1707-1723 kamen die nur von außen zugänglichen nördlichen Logenanbauten hinzu.

1759 wurde der Kirchturm renoviert und gerade gerichtet (!), was ein großes Ereignis war ... immerhin wurde dazu der Hamburger Kirchenbaumeister Ernst Georg Sonnin in einer sechsspännigen Kutsche nach Bergedorf geholt.

Die ursprünglichen Bergedorfer Kirchenglocken (aus 1649, 1730, 1803 und 1823) erlitten das Schicksal vieler Glocken: Zu Kriegszeiten wurden die Glockenbronze für Kriegszwecke benötigt. Seit 1951 besteht das Geläut aus schlesischen Glocken 1616 und 1789.

St. Petri und Pauli
Der Innenraum der St. Petri und Pauli-Kirche ist ein typischer einschiffiger Saalbau mit Eingangsschiff. Das Mittelschiff ist ca. 30 Meter lang und 10 Meter breit. Mit den 4 Emporen bietet die Kirche ca. 600 Sitzplätze.

Die vordersten 60 Bankplätze waren lange für angestammte Bergedorfer reserviert und wurden erst 1896 für Neubürger freigegeben.
Auffällig sind die zahlreichen Emporenbilder, die zusammen mit den gedeckten, warmen Farben von Brüstungen, Ständern und Balken ein sehr harmonisches Gesamtbild ergeben.

An der Empore im Eingangsschiff befinden sich zwölf Motive (17. Jh.) zur Passionsgeschichte, an der Hauptempore neben der Orgel hängt ein großes Ölbild von 1679, das die Versöhnung Jakobs mit Esau darstellt.
Daneben folgen zehn Motive aus dem Alten Testament von 1680.

St. Petri und Pauli
Zu beiden Seiten des Altars sind je fünf Szenen aus dem Neuen Testament dargestellt.

Der barocke Altar von 1662 stand bis zur Renovierung 1956 frei vor dem fünfeckigen Chorschluß.

Das Altarbild der Kreuzigung Christi und die darunter befindliche Abendmahlsszene stammen von dem Hamburger Maler Gerd Dittmers.
Unter den Assistenzfiguren der Kreuzigung sind zeitgenossische Porträts zu finden. Der Geistliche hat Ähnlichkeit mit dem damaligen Nachmittagsprediger Joh.Corthum, die am Kreuz stehenden Figuren könnten Klaus Petersen (Bürgermeister 1659-65) und seine Frau Katharina darstellen.

Das mit dem farbig gefassten Hamburger Staatswappen verzierte Gestühl, das früher in erster Linie für Vertreter des hamburgischen Senates (Landherr zu Bergedorf), bestimmt war, wird als Amts- oder Landherrenstuhl bezeichnet.

St. Petri und Pauli St. Petri und Pauli


Die Kanzel mit aufwändigen Schnitzereien wurde 1586 von der Frau eines Bergedorfer Amtmanns gestiftet.
Die geschnitzten Reliefs zeigen die Kreuzigung, die Auferstehung, die Himmelfahrt Christi und die Wappentafel der Stifterin mit einer Inschrift.

Das Taufbecken im Altarraum stammt aus dem Jahre 1938, die beiden darin einbezogenen holzgeschnittenen Reliefs allerdings aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Sie zeigen die Anbetung durch die Hirten und die Anbetung durch die heiligen drei Könige.

Die 30 Register umfassende Alfred-Führer-Orgel wurde 1962 eingeweiht und ersetzte die alte Orgel von 1856.

St. Petri und Pauli